Online-Workshop 6: Herstellung von Tannen und Fichten für Spur 0


Online-Workshop 6: Herstellung von Tannen und Fichten für Spur 0

Artikel-Nr.: WORKSHOP6
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Dieser Online-Workshop führt Sie ein in unsere Methode, rationell hochwertige Nadelbäume wie Tannen oder Fichten herzustellen. Das Ergebnis gehört mit zum Besten, was Sie in 1:43,5 überhaupt erreichen können. Hierzu werden vorwiegend unsere NaturalScenics Produkte verwendet.

Die Zweige von Tannen und Fichten wachsen an sog. Quirlen, also jeweils um den Stamm herum verteilt auf einer Ebene. Daher können Sie mit unserem Bindedraht kostengünstig und schnell wunderschöne Koniferen anfertigen. Die erforderlichen Werkstoffe finden Sie in unserem Programm. In derselben Weise lassen sich auch Baumstümpfe für den ausgelichteten Wald rasch herstellen.

1. Spannen Sie zwei Schraubzwingen im Abstand der Höhe der Fichte mit den Griffen nach oben an eine Arbeitstischplatte. Geben Sie einige cm zu.

2. Berechnen Sie die Anzahl der Äste, ca. 4 bis 7 Äste je Quirl, und die Anzahl der Quirle, je nachdem, ob Hochstamm oder bis zum Boden beastet. Für Spur 0 rechne ich mit 12 bis 15 mm Quirlabstand. Die Anzahl der Äste mit der Anzahl der Quirle multipliziert + 1 ergibt die Anzahl der Drähte, die für den Baum erforderlich sind.

 

 

 

 

 

 

3. Befestigen Sie das Drahtende an einer Schraubzwinge und wickeln Sie um die beiden Schraubzwingen die erforderliche Menge Draht, halb so viele Wicklungen wie errechnete Drähte. Zwicken Sie das Drahtende von der Spule ab.

4. Legen Sie an der Wurzelseite eine Drahtschlaufe um den das Drähtebündel und schieben Sie einen Holzspieß in das Drähtebündel ein, bevor Sie die erste Drahtschlaufe durch Verdrillen festziehen. 

 

 

 

 

 

 

5. Zwicken Sie an der Schraubzwinge, die an der Baumspitze sitzt, eine Drahtwicklung auf und biegen Sie die beiden lose gewordenen Drahtenden bis zum Quirl nach außen. Schneiden Sie diese Ast-Drähte auf die gewünschte Länge und versehen Sie die beiden Äste mit einer geeigneten Biegung. Schneiden Sie zwei weitere Drahtwicklungen auf und verfahren Sie in derselben Weise, bis sechs bis sieben Äste am Quirl entstanden sind. Legen Sie danach die nächste Drahtschlaufe einen Quirl weiter oben um das Drahtbündel und formen Sie in derselben Weise die nächsten Äste des neuen Quirls, bis der Quirl unterhalb der Spitze entstanden ist..

 

 

 

 

 

Das Baumgerippe hat dann ungefähr diese Form. Einen guten Überblick der heimischen Koniferen liefert das BLV Handbuch Bäume und Sträucher von Dr. Ulrich Hecker, ISBN 3-8354-0021-5. Hier finden Sie alle relevanten Informationen bezüglich Borke, Habitus (Form), Benadelung und Farben von Koniferen.

Bei Hochstamm-Koniferen bietet es sich an, den unteren unbeasteten Stammbereich nun mit unserer Abtönfarbe umbra vorzustreichen, um mit nur einem Auftrag Rindenturf den Stamm zu gestalten.

Nun sprühen Sie das Baumgerippe gleichmäßig mit Sprühkleber ein, bevor Sie NaturalScenics Rindenturf aufsieben. Im beasteten Bereich wiederholen, bis keine silbernen Stellen mehr sichtbar sind und die gewünschte Astdicke überall erreicht wurde. Gut trocknen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Sprühen Sie danach das Baumgerippe erneut gleichmäßig mit Sprühkleber ein, um mittels Begrasungsgerät eine sehr lockere Lage lange Grasfasern aufzubringen. Die Farbe der Fasern spielt keine Rolle. Diese Fasern werden später die Zweige bilden, die von den Ästen überwiegend nach unten hängen.

7. Entfernen Sie unmittelbar nach der Begrasung, solange der Kleber noch weich ist, mittels eines Borstenpinsels die auf den Ästen nach oben stehenden Fasern, indem Sie den Pinsel vom Stamm zur Spitze über die Äste ziehen. Es sollten nur Fasern übrigbleiben, die mehr oder weniger stark nach unten zeigen. Bei Serbischen Fichten beispielsweise sollten alle Fasern senkrecht nach unten zeigen, während bei Tannen auch im Winkel von bis zu 45° zur Senkrechten stehende Fasern am Ast verbleiben dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Sprühen Sie das Gerippe erneut mit Sprühkleber ein und legen Sie mit dem Begrasungsgerät eine weitere, lockere Lage Grasfasern lang auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Entfernen Sie erneut auch nun, wie bereits zuvor, die nach oben stehenden Fasern mit einem Borstenpinsel, solange der Kleber noch weich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10. Sprühen Sie den ganzen Baum dünn aber gleichmäßig zunächst von unten und der Seite mit Sprühkleber ein, wobei die Fasern an den Ästen eine weißliche Farbe annehmen sollten, als läge der Reif auf dem Baum. Sofort danach wird reichlich unseres NaturalScenics Benadelungsturf Tanne/Fichte von unten und seitlich über den Baum gesiebt.

Wiederholen Sie denselben Vorgang mit Sprührichtung und Besiebungsrichtung von oben.

Um Koniferen herzustellen, die keine einzeln darzustellenden Nadeln wie beispielsweise Schwarzkiefern, aber dennoch sehr lange Nadeln haben, also dick wirkende Zweige erhalten sollen, müssen Sie den gesamten Vorgang nochmals wiederholen, um mehr Benadelungsturf auf die Fasern aufzutragen, die die Zweige darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11. Korrigieren Sie die konkrete Astlage, Hängegrad und Biegung, versäubern Sie mit einer Pinzette den einen oder anderen Zweig. Um die Größe unseres Workshop-Bäumchens zu demonstrieren, ist Herr Preiseritz extra auf zwei Gunze-Gläser geklettert. Der Vergleich mit dem Bild von Schritt 10 zeigt, wie die Astlagekorrektur aus der Fichte eine Serbische Fichte erzeugt hat (stark hängende Äste). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12. Die Nahaufnahme zeigt den wesentlichen optischen Effekt dieser Methode, Farbverfälschungen sind auf Lichtverhältnisse bei der Aufnahme zurückzuführen:

An den Ästen hängen die mit Benadelungsturf umhüllten, feinen Grasfasern mehr oder weniger unregelmäßig, aber mit einer erkennbaren Richtung herunter und erwecken den Eindruck stark benadelter Zweige, wobei die Nadeln einzeln nicht sichtbar sind.

Perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright © 2006 Ekkehard K. Wenz. Alle Rechte vorbehalten.

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