Online-Workshop 17: Bau einer U.S.A.-Anlage in 0n30


Online-Workshop 17: Bau einer U.S.A.-Anlage in 0n30

Artikel-Nr.: WORKSHOP17
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Für die Planung wurde unsere frei erhältliche Gleisplanungssoftware RailCAD 1.0 verwendet, ein etwas älterer Computer mit Microsoft Betriebssystem Windows™ XP wurde hierfür abgestellt. Zur Verfügung steht ein kleinerer Raum mit 4 x 3.5 m, geplant ist eine Rundumanlage mit Fahrmöglichkeiten für Vater & Sohn "irgendwo im Südwesten", auf ausdrücklichen Wunsch konzipiert als Wüstenanlage einer fiktiven Freelance-Firma namens Amargosa & Badwater Railroad Company Ltd. Die obere Ringstrecke führt durch einen mit BW ausgestatteten Bahnhof namens Badwater Pass, während die untere Ringstrecke über die Station Badwater Junction führt, von wo aus sich eine Verbindungsrampe durchs Felsmassiv schlängelt...

Verplant wurden Teile aus unserem Logging & Mining Railroad Programm.
Nach Fertigstellung des Gleisplans wurden die einzelnen Segmente komplett durchgeplant, einschließlich aller Geländehöhen und der Segmentköpfe.
Die Software unterstützt hierbei mit der Generierung von Koordinatenlisten für Polygone, sodaß ...
... die Zargen der Segmentkästen nach Aufzeichnen des Konturverlaufes anhand der Koordinatenlisten aus der Software rasch und genau vorgearbeitet werden konnten. Verwendet wurde aus Kostengründen 8 mm Preßspanplatte, die bei Verwendung von Rippen ausreichend Stabilität bietet. Da der "Bergbau" mit Styropor geplant war, stellt das höhere spezifische Gewicht dieser Platten per Saldo keinen Nachteil mehr dar.
Zum Verleimen der einzelnen Kastenbauteile sind richtig viele Schraubzwingen wichtig, unser Bindulin Propellerleim bindet recht schnell und wasserfest ab, sodaß zügig geschreinert werden konnte.
Für jeden Segmentkasten wurden die im Zuge der Planung erstellten Gleispläne samt Unterschwellung 1:1 ausgeplottet, was das Schwellenlegen deutlich vereinfacht und die Einbeziehung des Juniors erlaubt...
Ein unterirdischer Bereich mit verdecktem Abstellgleis wird ausnahmsweise mit Plastikgleis ausgestattet, am vorderen Anlagenrand zeitgleich das Einleimen der Klötzchen, auf denen später die nächste Ebene ruht, das Loch im Boden des Segments sorgt für Zugang zum verdeckten Bereich und zu den Unterflur-Installationen des darüberliegenden oberen Bahnhofs.
Die einzelnen Segmente werden mit Schrauben M10 verbunden und ruhen (einstweilen) auf einfachen Baumarkt-Holzböcken.
Liegen Segmentübergänge in der Steigung, sollte sorgfältig darauf geachtet werden, daß die Neigung der Trasse beim Einleimen der Trassenbretter über die Segmentgrenze hinweg konstant bleibt, auch hier helfen Schraubzwingen in größerer Zahl.
Nach dem Aufziehen der Plots auf die jeweiligen Trassenbretter bzw. Platten (hier der obere Bahnhof des ersten Bauabschnitts) mit Sprühkleber beginnt nach Schablone das Aufleimen der Schwellen, auch für den ungeübten rasch und exakt durchführbar. Nach dem Planschliff mit Korn 240 und einem großen Schleifklotz erfolgt die mechanische Verwitterung mit unserer Schwellenbürste.
Zunächst werden die Schwellenenden vorgebeizt, da hier das Material am saugfähigsten ist, dann ...
... erfolgt der Auftrag der Holzbeize (hier: Mahagoni für die ungehandelte Redwood-Optik) auf der übrigen Schwellenfläche.
Im Bereich von Segmentübergängen läßt sich nicht immer eine "zerschnittene" Schwellen vermeiden, sauberes Einpassen führt zu einer ordentlichen Optik.
Wenn der Unterbau es erfordert, müssen die Segmentübergänge nochmals nachgeschliffen werden, neuerlich beizen.
In ein Loch in der Bw-Platte, von unten verschlossen mit einem Reststück, wird der ...
... Ash-Pit (Schlackengrube) eingesetzt, zunächst der Rand, ...
... dann die Brücke, auf der Junior's Maschinchen natürlich Vorfahrt hat...
Der Gleisbau beginnt mit den Weichen, wobei angrenzende Streckenstücke, soweit sie nicht elektrisch isoliert sein müssen, gleich mit vernagelt werden. Verwendet werden bereits komplett lackierte Schienenprofile. Bei normalen klimatischen Verhältnissen verwenden Sie unser Farbmischung SCHIENE, wir haben wegen des besonders trockenen Wüstenklimas eine eigene Mischung aus Gunze Acrylfarben verwendet, die im wesentlichen der Farbe von Zunder entspricht, der während des Walzprozesses von Stahlschienen entsteht.

Vor dem Freischleifen der Schienenköpfe wird mittels Airbrush die gesamte Unterschwellung mit Klarlack matt (Gunze H20) überlackiert, um ein Ausbluten der Beize beim Einschottern zu verhindern.

Dann werden die Schienenköpfe mit Korn 1000 und einem kleinen Schleifklötzchen vorsichtig freigeschliffen, v.a. im Bereich der Weichenzungen behutsam arbeiten und Zeit lassen.
Aus Weichenbauteilen wurde eine typisch amerikanische Bogenkeuzung eingebaut.
Für die elektrische Steuerung der Bogenkreuzung sorgt das Kurzschluß-Detektormodul von Lenz vollautomatisch, das im Kurzschlußfall die Polarität vertauscht, bevor unser Maschinchen das überhaupt bemerkt. Die Kreuzung muß allerdings komplett vom restlichen Gleisnetz isoliert sein.
Löcher für die Anschlußkabel bohren, möglichst nach an der zwischenzeitlich kopfseits freigeschliffenen Schiene, dann ...
... Kabel verzinnen, Schienenfuß unterseitig verzinnen (Lötwasser!), Kabel anlöten, sodaß es nach dem Einschottern unsichtbar wird.
Für Schienenstöße werden jeweils ein Paar geätzter Schienenlaschen beiderseits mit einer modifizierten Lötklemmpinzette seitlich auf den Schienensteg geklemmt und mit Lötwasser und bleifreiem Lot verlötet. Diese Methode bietet neben der besseren Optik dauerhafte, stabile Schienenstöße und konstante elektrische Querschnitte auch am Schienenstoß, wichtig vor allem bei Digitalbetrieb der Anlage.
Brownville Depot im Rohbau ist schon eingetroffen, ebenso Junior's Sonderzug auf Probefahrt.
Die Betonbekohlung links entstand individuell, rechts im Vordergrund der Rohbau des Maintainance Shed, eines klassisch-amerikanischen Timberframe-Baus mit teilweise zurückgeschnittener Wellblechverkleidung, sodaß Einblicke in die Halle möglich sind.
Die Felsen (hier mit Minenstollen) werden zunächst aus 10, 20 und 30 mm starken Styroporstücken, die grob abgebrochen wurden, schichtweise aufeinandergeleimt.
Anschließend erfolgt die Verspachtelung mit schnellabbindendem Reparaturmörtel aus dem Baumarkt, der nicht zu dünn angerührt werden darf. Das Anrühren erfolgt in kleinen Mengen (ca. 1/2 Joghurtbecherfüllung) mit fest-pastöser Konsistenz. Zu große Mengen binden bereits im Becher ab!
Aus Abtönfarben wird zunächst einen Farbmischung für den rötlich-grauen Grundanstrich gemischt (Rezept notieren!), danach erfolgt die Verfeinerung mit Airbrush und Alterungsfarben.
Dann erfolgt der Einbau unserer Small Mine.
Der Bretterboden des Maintenance Shed wird auf einer Niveauausgleichenden Unterlage aus 5 mm Walnußholzstreifen, 1 mm dick, hergestellt. Altern mit Beizen, Zwischenschleifen und Bürsten, bis es recht benutzt aussieht.
Das Styroporgebirge wird zunächst an unser amerikanisches Echtholz-Tunnelportal mit dahinterliegender Lawinengalerie, Stützkonsolen und seitlicher Schutzwand angepaßt. Der Tunnelbereich ist soweit sichbar zuvor eingeschottert worden, da nach Einbau des Portals der Zugang erschwert ist.
Dann erfolgt die Verspachtelung und Farbgestaltung der Felswand, das Einschottern der Gleise, der Einbau von Grasbüscheln und das Auffüllen des Restgeländes mit einer Mischung aus diversen Sanden, Schottern und Geröllsteinen. Für das Verkleben von Schottern, Sanden und Geröllen wird stark verdünnter Weißleim verwendet, der mit der Pipette oder Dosierspritze auf die zuvor mittels Zerstäuber benetzten Fläche (Wasser und ein Tropfen Spülmittel) pipettiert wird - nicht überfluten, aber durchaus großzügig einschwemmen.
Flächen, in die später Grasbüschel geklebt werden, werden zuvor mit einem Anstrich mit Abtönfarbe umbra versehen.
Dann erfolgt das Aufleimen der zuvor gefertigten Grasbüschel, hier aus unserem Langfloorgras Savanne angefertigt. Für Brownville Depot wurde zuvor noch eine "Betonplatte" aus Sperrholz aufgeleimt und farblich behandelt.
Auch die beiden Wasserkräne (Dawson Water Column) werden vor dem Ausfüllen und Verkleben der Flächen mit einem Sand/Schotter/Geröllgemisch montiert, ebenso ...
... Sanding Tower, Sandhouse, die Grundplatte der Bekohlung. Dann kann die gesamte oberste "Mineralische Schicht" aufgebracht werden, Schotter, Sand, Geröll, Kies, Schlacke und alles, was sonst die Momntageebene darunter abdeckt. Mit einem kleinen Borstenpinsel verteilen und arrangieren.
In und um den Ash Pit herum werden feine dunkle Sande mit wenig hellem Material gemischt verwendet.
Sowohl auf Felsvorsprüngen als auch unterhalb von Felswänden liegendes Geröll wird ebenfalls eingebracht.
An den Segmentenden wird eine dünne Klarsichtfolie (Overhead-Projektorfolie) zwischen die beiden Segmente geklemmt, um eine Trennkante auch auf der Ebene der verklebten Landschaftsbaustoffe (Geröll, Schotter, Flächendecker) zu erhalten, ohne die Segmente zerlegen zu müssen, bevor die Fläche dann mit dem Zerstäuber benetzt (Wasser mit einem Tropfen Spülmittel) und mit Spritze oder Pipette verdünnter Weißleim zur Verklebung eingeschwemmt wird. Löcher in der Anlagenplatte (z.B. für Kabel usw.) sollten zuvor mit einem Tropfen Weißleim verschlossen werden. Beim Einbringen von Kleber in der Nähe von Segmentstößen ist Vorsicht geboten, damit möglichst kein Kleber zwischen den Segmenten nach unten dringt und die Segmentkästen verleimt, daher nur soviel Kleber einpipettieren, wie von Schotter und Flächendeckern kapillar gehalten werden kann.
Damit verbleibt die Grenze zwischen den Segmenten kaum sichtbar, hier der fertige Zustand vor dem Weathern.
Die Kohle im Tiefbunker besteht aus zwerstampfter und gesiebter Steinkohle, mit Sekundenkleber verklebt.
Nach Abbinden des Klebers erfolgt der Einbau der Leuchten, ...
... der Saguaros, ...
... der Lichtsignale und ...
... des Sandhaufens am Sand House nebst Schubkarre. Für die Verrohrung der Sandanlage wurde normales Messingrohr verwendet.
Nach dreijähriger Pause wurde endlich der zweite Bauabschnitt mit dem unteren Bahnhof am Fuß der Verbindungsrampe in Angriff genommen.
Für die Ausrundung des Übergangs von der Bahnhofsebene zur Rampe wurde die Trassenplatte soweit erforderlich beiderseits des Gleises aufgeschnitten und angehoben. Die Spannung im Materia sorgt für eine weiche Ausrundung, die kaum weiterer Korrekturen bedarf. Da die Ausrundung in einer Kurve unmittelbar vor einer Weiche liegt, die einzige Möglichkeit, eine sichere Gleisführung zu unterbauen. Danach begann das Aufnageln der Schienen wie gehabt.
B1 Wie gehabt wurden zunächst Styropor-Felsen eingebaut, dann erfolgte das Verspachteln mit schnellabbindendem Fugenmörtel sowie nach Abtrocknen mittels Abtönbfarben der Grundanstrich in rötlichem Farbton, gefolgt von grauen und ockerfarbigen Passagen. Mit einem breiten, harten Pinsel wurden schlußendlich weiße Lichter (wenig Farbe!) auf die erhabenen Konturen bürstend aufgetragen. Danach wurden die Gleise eingeschottert sowie die Flächen ocker vorgestrichen, Grasbüschel gesetzt und die Flächen mit einer Sand/Schotter Mischung aufgefüllt, die wie beim Einschottern zunächst mit dem Zerstäuber (Wasser mit etwas Spülmittel) benetzt und anschließend mit verdünntem Weißleim pipettiert wurde, um die Auflage zu verkleben.
B2 Vor dem Landschaftsbau und dem Einschottern wurde unsere neue Kastenbrücke eingebaut, danach erfolgte der Einbau des Hintergrund-Plots.
B3 Für das Borax-Werk, das wir im Laufe des Jahres 2017 in Vorbereitung haben, wurde hier bereits der Landabsatz eingebaut, der von unseren neuen Drop-Bottom Gondola Cars bedient wird...
B4 ... die hier auf dem Weg sind.
B5 Hinter der herausnehmbaren Stützwand befindet sich ein Weichenantrieb, der nur von dieser Seite aus zugänglich ist.
Der Einbau unserer neuen Washington-Palmen verleiht dem gesamten Bahnhofs- und ...
BW-Bereich ein völlig neues Ambiente.

Fortsetzung folgt...
 

 

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